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Das Stolper Feld

Das Stolper Feld liegt in der Stolper Heide in Brandenburg mitten im Landschaftsschutzgebiet Stolpe an der Grenze zu Berlin, nördlich von Frohnau. Verschiedene Interessenten wollen ihre Ideen auf der kontrovers diskutierten Fläche umsetzen. Die Fläche gehört der Berliner Stadtgüter GmbH und ist langfristig an einen Landwirt der Berliner Stadtgüter Nord KG verpachtet, der dort Futtermais für seinen Milchbetrieb anbaut.

2019 gründete sich in Frohnau/Berlin die Interessengemeinschaft Stolper Feld, die sich leidenschaftlich für Artenvielfalt und einen vitalen Boden auf dem Feld einsetzt und den aktuellen Monokulturanbau beendet sehen will. Die IG Stolperfeld möchte nachhaltige/ökologische Konzeptideen für das Stolper Feld koordinieren und fördern. So will sie möglichen negativen Umweltauswirkungen entgegenwirken. Die IG Stolper Feld sieht zum einen eine Gefahr durch Pestizide, die auf dem Acker eingesetzt werden. Zum anderen warnt sie vor der Düngung mit Stickstoff, die das Grundwasser mit Nitrat belastet. (www.stolperfeld.de)

Aktuell wird im Zuge eines Pflugtausches auf dem Stolper Feld Winterroggen angebaut.  Wir arbeiten eng mit der IG Stolperfeld zusammen, da unser Konzept zur Steigerung der Biodiversität eine gute Möglichkeit bietet, die Forderungen der IG Stolper Feld umzusetzen. Die Anwohner im Umkreis Frohnau, Hermsdorf und Hohen Neuendorf nutzen die Wege um das Feld gerne zum Spazieren gehen, Radfahren und Hundeausführen, welche in unserem Konzept natürlich erhalten bleiben sollen. Auch ein Golfplatz und ein Friedhof grenzen daran.

Hinzu kommt das laufende Gerichtsverfahren der Familie Veltheim, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts die Rittergüter in Stolpe und Schönfließ besaß. 1945 kam es zur Enteignung, das Stolper Feld wurde als Truppenübungsplatz genutzt. Nun erheben die Enkel der Familie Veltheim als Alteigentümer Anspruch auf das Stadtgut Stolpe. Das Stolper Feld hat viel erlebt. Nach Truppenübungsplatz und konventioneller Landwirtschaft halten wir die Verwandlung des Stolper Feldes in eine Fläche, die Artenvielfalt und solidarische Landwirtschaft vereint für den angemessenen, zeitgenössischen nächsten Schritt.