frohlawi.de

Über uns

Wir sind ein im September 2020 gegründeter Verein, welcher eine solidarische Landwirtschaft auf dem Stolperfeld zwischen Frohnau und Stolpe verwirklichen möchte. Dafür sind wir seit März 2021 Unterpächter einer 12 ha großen Fläche. Da sich Umwelt, Natur und Landschaft in einem Wandlungsprozess befinden, welchen die Landwirtschaft signifikant beeinflusst und daher eine wichtige Stellschraube auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung darstellt, möchten wir unseren Teil zu einer gesunden, regionalen und biologischen Lebensmittelversorgung beitragen. Ursprünglich war dies ein theoretisches Universitätsprojekt einer Gruppe von Studierenden der TU Berlin im Studiengang Ökologie und Umweltplanung. Durch die ausschlaggebende Eigenitiative der Studierenden wird dieses Projekt nun praktisch in die Tat umgesetzt werden. 

Im Rahmen dieses zweisemestrigen Vertiefungsprojektes „Die große Transformation“ wurden unter der Leitung von Prof. Martin Kaupenjohann (Fachgebiet Bodenkunde) erarbeitet, wie das Stolper Feld an der Frohnauer Grenze Berlins nachhaltiger genutzt werden könnte. Wir hoffen, mit der Idee der FrohLaWi mehrere Interessen abdecken zu können: Unser Verein plant eine biologische Solidarische Landwirtschaft, bei der gleichzeitig auf der Hälfte der Fläche Raum für Artenvielfalt geschaffen werden soll. Auf diese Idee brachte uns der Biologe Edward O. Wilson mit seinem renommierten Buch „Die Hälfte der Erde“. In seinem Buch vertritt Wilson die These, wir könnten die für unser Überleben notwendige Stabilität der Ökosysteme nur erreichen, in dem die halbe Erde der Natur, ohne jegliche menschliche Eingriffe, überlassen wird.

In unserem Biodiversitätskonzept werden wir auf Wilson Bezug nehmen, allerdings nicht dadurch, dass wir 50% der Fläche brachliegen lassen wollen. Wir halten es in Bezug auf das Stolper Feld für sinnvoll, naturschutzfachliche Pflegemaßnahmen zu entwickeln, die die Biodiversität der Flora und Fauna und einen gesunden Boden fördern und erhalten und dem Insekten- und Vogelsterben entgegenwirken.  Unsere Motivation ist groß durch die Umsetzung der FrohLaWi einen Beitrag zur Ernährungswende und Biodiversitätskrise zu leisten